Informationen zu Salzstöcken findet Ihr hier: Etzeler Salzstock
BOHREN

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Abteufen der
Kavernenbohrungen
Mit Probebohrungen wird in der Planungsphase die Eignung eines Salzstockes als Lagerraum geprüft. Bei positiven Ergebnissen erfolgt die Festlegung eines hexagonalen Bohrrasters. Die Ergebnisse gebirgsmechanischer Berechnungen führen zu einem Bohrlochabstand von rund 250 bis 300 Metern.
Das Bohrraster und die Tagessituation im zukünftigen Kavernenfeld bestimmen die endgültige Lage der Kavernenbohrungen. Erst dann erfolgen sichtbare Aktivitäten. Straßen werden gebaut und Bohrplätze eingerichtet.
Großbohranlagen, wie sie auch zur Erschließung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten eingesetzt werden, bringen innerhalb von 8 bis 10 Wochen die Kavernenbohrung bis zur Endteufe von ca. 600 m bis 1500 m nieder.
Einbau der Rohrtouren
Während der Bohrarbeiten werden zwei zementierte Rohrtouren zur Stabilisierung oberflächennaher Schichten und als durchgängige Verbindung zum Salz eingebracht. Zur Vorbereitung des folgenden Solbetriebes werden mit der Bohranlage auch die variablen Rohrstränge eingebaut.
SOLEN

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Wasser löst Salz
„Wasser löst Salz auf – Salz kann nicht von Öl gelöst werden“
Auf dieser Grundlage läuft der Solprozess in jeder Salzkaverne ab. Nach der Bohrung werden 2 variable Rohrtouren in das Bohrloch eingebaut. In eines der Rohre wird kontinuierlich Wasser eingepumpt, durch die andere Rohrtour wird die Sole ständig abgegeben. Das Wasser löst auf dem Weg zur ableitenden Rohrtour die Bohrlochwand auf und wird zu Salzwasser. Das entstehende Salzwasser wird als Sole bezeichnet. Durch geschicktes Positionieren der beiden variablen Rohrtouren wird die Form und Größe der Kaverne gesteuert.
EINLAGERN

So kommt das
Öl in die Kaverne
Nach der Solung werden die Solrohrtouren ausgebaut sowie durch einen Befüllrohrstrang und einen Injektionswasserstrang ersetzt. Jetzt ist die Kaverne für den Lagerbetrieb ausgerüstet, sodass Ein- und Auslagerungen von Öl erfolgen können.
Eine „leere“ Kaverne ist immer mit Sole gefüllt. Mit Hochdruckpumpen wird das Öl durch den Ringraum der letzten zementierten Rohrtour und der Befüllrohrtour in die Kaverne gepresst.
Die in der Kaverne befindliche Sole wird durch das Öl verdrängt und fließt durch den Befüllrohrstrang nach übertage und wird abgeleitet. Weil sich die gesättigte Sole auf dem Weg nach oben abkühlt, kristallisiert sie aus und verstopft das Rohr. Um das zu verhindern, wird die Sole verdünnt. Dazu wird in den Injektionswasserstrang Süßwasser in die Sole dosiert.
Nach jeder Entleerung (Auslagerung) wird die Kaverne auf diese Art wieder befüllt und das neue Öl eingelagert.
AUSLAGERN

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Das Öl aus der Kaverne
„Wasser ist schwerer als Öl“.
Diese Tatsache wird genutzt, um das „leichte“ Öl mit dem „schweren“ Wasser auszulagern. Mit geringem Druck wird das Wasser durch den Befüllrohrstang in die Kaverne geleitet. Das leichte Öl schwimmt auf und es fließt nahezu von selbst zum Tanklager.
Das Wasser löst einen kleinen Solprozess aus und wird zu Sole, bevor es bei der nächsten Einlagerung wieder in die Nordsee abgegeben wird.